het hafenhuis antwerpen
den kolonialen knochen
mit geschliffener klinge
postmodern verkleidet
nach der häutung eine
gardine aus glasbeton
grünschillernde scherben
als glitzerndes nachwort
auf eine herzmatte welt
die das leben verlernt hat
im streiflicht freigestellte
schattenrisse von galanen
kantige businesssilhouetten
reimen zu mexican sunsets
quartalszahlenprosa neben
kokett verrottenden docks
drei mocking birds picken
an einer lauen cocktailolive
zwei schwalben beim tango
nuevo in de haven balztanz
schiffe liegen lasziv achtern
lieben sich selbstvergessen
in rage in ihren takelagen
um den schlaf gebracht
an der kaimauer macht
sich ein dojo auf den weg
zwölf karateka in weiss
laufen links auf zaha zu
zollen ihrem zeitlosen
vermächtnis tribut
Manfred Luckas, 15. Juli 2026